Verhalten
Der wichtigste Verhaltensgrundsatz ist: Meerschweinchen sind Fluchttiere und werden deswegen vor Dingen die ihnen Angst machen immer davon laufen. Daher sind Häuschen und Unterstände ganz wesentlich. ideal mit mehreren Eingängen, um keine Einbahnstraßen entstehen zu lassen - die provozieren Streit.
Sowohl Männchen als auch Weibchen besteigen sich auch gegenseitig, sie brommseln und können auch mal mit den Zähnen klappern. Bisswunden sollten aber nicht vorkommen, bzw. außerhalb der Vergesellschaftungsphasen nur sehr selten. Es ist immer besser, seine Tiere wenigstens einmal die Woche zu wiegen und darüber Buch zu führen - nur um eventuelle Gewichtsabnahmen zu bemerken und dann sofort zum Tierarzt gehen zu können. Wegen 50 Gramm braucht man sich nicht beunruhigen, aber kommt das öfter vor oder nimmt das Schweinchen mehr ab geht man sicherheitshalber zum Tierarzt.
Auch bei anderen Verhaltensauffälligkeiten, vor allem wenn ein Schweinchen nichts frisst oder apathisch in einer Ecke sitzt, Kahle Stellen (außer hinter den Ohren) oder Verletzungen hat führt der nächste Weg um Tierarzt - auch wenn es Samstag Abend ist kann man nicht bis Montag warten, das ist oft zu lange. Meerschweinchen sind empfindlich, es reichen schon Blähungen oder Milben um sie zu töten - also sicherheitshalber einmal mehr als einmal zu selten zum Tierarzt. Dabei aber drauf achten, dass der Tierarzt auch Erfahrung mit Meerschweinchen hat und nicht vorschnell einschläfern will. Das sollte einem das Tier schon wert sein - auch wenn es richtig viel Geld kosten kann. Ist einem ein Kleintier nicht mal 50 Euro für den Tierarzt wert sollte man bitte gar keine Tiere halten.