Notstation oder Tierheim:
Hier sind viele Tiere, die ein neues Zuhause suchen. Insbesondere für Anfänger eigenen sich besonders Notstationen, wo die Tiere schon länger beobachtet wurden, die Betreiber wissen, welche gut zusammen passen. Oft können diese Tiere auch nach Hause gebracht werden. Selbst wenn man da vielleicht ein oder zwei Tage länger auf die Tiere warten muss - es lohnt sich allemal, dafür eine bereits funktionierende Gruppe zu nehmen, bei der man sicher sein kann, dass sie sich ein Leben lang gut verstehen.
Auch Tierheime sind ein guter Ort um sich neue Hausgenossen auszusuchen - allerdings fehlt hier manchmal die Zeit, um wirklich den Charakter von Tieren einschätzen zu können und das Fachwissen ist nicht so breit wie das einer Notstation, die sich ganz auf Meerschweinchen spezialisiert hat.
Eine kleine Bitte nur: manchmal sitzen zu vermittelnde Tiere in Notstationen wirklich ewig, oft viele Monate. Tierheime sind einfach bekannter, und auch wenn die Leute wissen, dass es Vermittler in der Nähe gibt fahren sie dann doch mal kurz zum Tierheim, statt telefonisch einen Termin mit einem Privatmenschen auszumachen. Dadurch haben Notstationen massive Schwierigkeiten und müssen oft die Vermittlung ganz aufgeben.
Das ist sehr schade, schließlich sind es oft die kleinen Pflegestellen und Notstationen, die am meisten Erfahrung haben, sich wirklich für die Schweinchen auforpfern und auch am besten helfen können - schließlich kennen sie ihre Tiere sehr viel genauer, als ein Tierpfleger im Tierheim, der gar keine Zeit hat sie wirklich zu beobachten. Und selbstverständlich fährt man auch gerne zu einem Interessenten hin, bringt die Schweinchen persönlich, begleitet die Vergesellschaftung.
Da lohnt es oft, doch ein paar Tage länger zu warten.
Wenn man keine Notstation in der Nähe kennt: schicken sie mir gerne eine Email mit Stadt und Postleitzahl, ich kann ihnen Adressen nennen.
Zoohandel:
Dabei sollte man bedenken, dass auch diese Geschäfte wirtschaftlich rentabel arbeiten müssen und die Hauptaufgabe des Personals im Verkaufen liegt - nicht in der Beratung. Oft ist auch nur ein einziger Angestellter ein wirklicher Fachverkäufer - die anderen können alle ungelernt sein oder aus anderen Sparten kommen und haben insofern keine fachliche Vorbildung.
Oft stammen die Tiere aus richtiger Massenvermehrung, es wurde in aller Regel zu früh von der Mutter getrennt, trächtige und kranke Tiere zu erhalten ist sehr häufig.
Züchter:
Oft findet man Züchter erst wenn man die Tiere schon da hat und sich erst so richtig damit beschäftigt - und stellt erst viel später fest, was für eine Fülle an Farben, Rassen und Fellqualitäten es gibt, die man in Zooläden noch nie gesehen hat - eigentlich schade, hätte man das vorher gewusst... auch hier bitte unbedingt vorher eigenständig informieren, weil mancher Züchter eben gezielt Bockgruppen empfiehlt, weil er so viele Böcke da sitzen hat...
Bei züchtern immer kritisch die Haltung anschauen und nur Tiere nehmen, wenn Haltung, Gesundheitszustand und Fütterung wirklich einwandfrei sind! Nicht zu Mitleidskäufen hinreißen lassen und den Züchter so auch noch bestätigen und finanziell unterstützen!
Zeitungsannoncen:
Ebenso wie Anzeigen aus dem Internet. hier wird eine Vielzahl Meerschweinchen angeboten, aber bitte genau überlegen: ist das ein Züchter der seinen Nachwuchs abgeben will, eine Familie, die immer weiter munter drauf los züchtet, weil die Babys ja immer schnell Abnehmer finden, oder werden die Tiere abgegeben weil das Interesse weg ist? Hier sollte man sich immer fragen, ob man die Gründe unterstützen möchte - und besondere Vorsicht wegen Krankheiten.
Oft bekommt man kranke oder Verhaltensgestörte Tiere über derartige Anzeigen, die sind nun eher nicht das richtige für Anfänger.